Ers­te welt­wei­te Stu­die der Kul­tur- und Krea­tiv­wirt­schaft prä­sen­tiert

Die Kul­tur- und Krea­tiv­wirt­schaft ist ein wirt­schaft­li­cher Mo­tor mit welt­weit 29,5 Mil­lio­nen Ar­beits­plät­zen. Mit Ein­nah­men von 2 250 Mil­li­ar­den Dol­lar macht die­ser Sek­tor 3% des glo­ba­len BIP aus und be­schäf­tigt 1% der welt­wei­ten Er­werbs­be­völ­ke­rung.

Die Dach­or­ga­ni­sa­ti­on CI­S­AC (Con­fédé­ra­ti­on in­ter­na­tio­na­le des so­cié­tés d’auteurs et com­po­si­teurs) stell­te am 3. De­zem­ber 2015 bei ei­ner ge­mein­sam mit der UNESCO or­ga­ni­sier­ten Pres­se­kon­fe­renz die von EY pu­bli­zier­te Stu­die „Cul­tu­ral times – The first glo­bal map of cul­tu­ral and crea­ti­ve in­dus­tries“ vor. Die Stu­die stellt ei­nen Mei­len­stein dar, da es sich um die ers­te glo­ba­le Stu­die zur Kul­tur- und Krea­tiv­wirt­schaft han­delt.

Die Stu­die un­ter­sucht den wirt­schaft­li­chen und so­zia­len Bei­trag, den die Kul­tur- und Krea­tiv­wirt­schaft welt­weit leis­tet. Sie be­legt den enor­men Bei­trag der Kul­tur- und Krea­tiv­wirt­schaft zur welt­wei­ten Wirt­schaft so­wohl in Be­zug auf Ein­nah­men als auch Jobs wie auch ihre Be­deu­tung für die kul­tu­rel­le Viel­falt. Die Stu­die ana­ly­siert 11 Teil­märk­te der Kul­tur- und Krea­tiv­wirt­schaft: Fern­se­hen, bil­den­de Kunst, Zeitungen/Magazine, Wer­bung, Ar­chi­tek­tur, Büh­nen­kunst, Vi­deo­spie­le, Kino, Mu­sik und Ra­dio.

Die Stu­die kommt zu dem Schluss: Da­mit das wirt­schaft­li­che Po­ten­ti­al der Kul­tur- und Krea­tiv­wirt­schaft voll zum Tra­gen kommt, müs­sen die Kul­tur­schaf­fen­den für die Nut­zung ih­rer krea­ti­ven Ar­beit fair ver­gü­tet wer­den, da­mit sie wei­ter­hin zu Kul­tur und Wirt­schaft bei­tra­gen kön­nen. Da­bei spricht die Stu­die auch spe­zi­ell den Di­gi­tal­markt an und be­tont die No­wen­dig­keit, dass die po­li­ti­schen Ent­schei­dungs­trä­ge­rIn­nen die Pro­ble­ma­tik des Wert­schöp­fungs­trans­fers („trans­fer of va­lue“) an­ge­hen, um eine wert­ge­rech­te Ver­gü­tung der Ur­he­be­rIn­nen si­cher­zu­stel­len – denn die ak­tu­el­le Si­tua­ti­on be­güns­tigt ein­sei­tig die Platt­form­be­trei­ber.

Jean-Mi­chel Jar­re, Prä­si­dent der CI­S­AC, sag­te bei der Pres­se­kon­fe­renz ua fol­gen­des: „Die Kul­tur­schaf­fen­den müs­sen in ei­nem Um­feld ar­bei­ten kön­nen, das ihre Ur­he­ber­per­sön­lich­keits­rech­te und ihre Ver­wer­tungs­rech­te schützt, da­mit sie ih­rer krea­ti­ven Ar­beit wei­ter nach­ge­hen kön­nen. Wir hof­fen, dass die­se Stu­die den po­li­ti­schen Ent­schei­dungs­trä­gern welt­weit die Au­gen öff­nen wird: die Ur­he­be­rIn­nen zu schüt­zen, heißt die Wirt­schaft zu för­dern.“

Mehr zur Stu­die fin­den Sie auf: www.worldcreative.org