Fra­gen & Ant­wor­ten

Die wich­tigs­ten In­fos zu Mul­ti­me­dia-Pro­duk­tio­nen

Bei der ers­ten Mul­ti­me­dia-Pro­duk­ti­on er­öff­nen sich vie­le Fra­gen, wie z.B. wel­che Rech­te muss ich wo ab­klä­ren, und wie mel­de ich mei­ne Pro­duk­ti­on an. Hier fin­den Sie alle re­le­van­ten In­for­ma­tio­nen!

Grund­sätz­lich muss jede Mul­ti­me­dia-Pro­duk­ti­on bei un­se­rer Ge­sell­schaft an­ge­mel­det wer­den, da­mit wir über­prü­fen kön­nen, ob bzw. in wel­chem Aus­maß die von un­se­rer Ge­sell­schaft ver­tre­te­nen Rech­te be­trof­fen sind.

Die Höhe der Li­zenz­ge­bühr ist von meh­re­ren Fak­to­ren ab­hän­gig, nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie un­ter Ta­ri­fe

Die An­mel­dung ei­ner Mul­ti­me­dia-Pro­duk­ti­on er­folgt üb­li­cher­wei­se durch den Pro­du­zen­ten.
Wir ver­ste­hen un­ter Pro­du­zent die Person/die Fir­ma, die im wirt­schaft­li­chen Sin­ne für die ge­gen­ständ­li­che Mul­ti­me­dia-Pro­duk­ti­on ver­ant­wort­lich ist.

Für die Nut­zung von ur­he­ber­recht­lich ge­schütz­ten Mu­sik­wer­ken im Rah­men von Mul­ti­me­dia-Pro­duk­tio­nen (z.B. DVD, CD-ROM, Vi­deo; Power Point-Präsentation,etc.) sind für je­den der ein­ge­setz­ten Mu­sik­ti­tel fol­gen­de Nut­zungs­rech­te im Vor­aus zu er­wer­ben und die Li­zenz­ge­büh­ren zu be­zah­len.

1) Her­stel­lungs­recht bzw. Syn­chro­ni­sa­ti­ons­right: Er­for­der­nis der Zu­stim­mung der Rech­te­inha­ber an Kom­po­si­ti­on und Text (Mu­sik­ver­lag, Kom­po­nist, Text­au­tor, Be­ar­bei­ter) in je­dem Ein­zel­fall, ein mu­si­ka­li­sches Werk z.B. mit ei­nem Film­werk zu ver­bin­den und die­se Werk­ver­bin­dung auf ei­nem Bild­ton­trä­ger erst­mals fest­zu­hal­ten. Die­ses Recht liegt in der Re­gel bei ei­nem Mu­sik­ver­lag (bzw. beim Auf­trags­kom­po­nis­ten) und ist di­rekt von die­sem zu er­wer­ben. Die For­de­run­gen der Rech­te­inha­ber sind je nach Mu­sik­werk, Ver­wen­dungs­zweck, Ein­satz­um­fang, etc. sehr un­ter­schied­lich.

Grund­sätz­li­che In­for­ma­tio­nen zu Ur­he­bern bzw. Rech­te­inha­bern an Wer­ken fin­den auf un­se­rer Web­site un­ter „Werk­su­che“.
Für den Fall, dass Sie aus­führ­li­che­re In­for­ma­tio­nen be­nö­ti­gen, bei wel­chem Ver­lag die Rech­te für ein kon­kre­tes Werk zu er­wer­ben sind, bie­ten wir Ih­nen die­se Aus­kunft an, so­weit wir mit un­se­rer ak­tu­el­len Da­ten­bank bzw. durch Rück­fra­gen bei Schwes­ter­or­ga­ni­sa­tio­nen eine Ant­wort lie­fern kön­nen. Der­ar­ti­ge An­fra­gen sind mit gro­ßem Auf­wand ver­bun­den, da­her kön­nen wir die­se nicht un­ent­gelt­lich durch­füh­ren. Für Aus­künf­te in die­sem Be­reich stel­len wir Euro 35,- exkl. Ust. (pro An­fra­ge bis max. 10 Wer­ke) in Rech­nung. An­fra­gen rich­ten Sie bit­te per e-mail an: karin.schober-schaerf@akm.at.

2) Leis­tungs­schutz­recht bzw. Mas­ter­right: wird bei der Ver­to­nung ei­ner Mul­ti­me­dia­pro­duk­ti­on Mu­sik ei­ner be­stehen­den Auf­nah­me (von ei­nem Han­dels­ton­trä­ger zB CD oder In­ter­net-Down­load) ver­wen­det, so ist für die Ver­wen­dung der je­wei­li­gen Auf­nah­me das Leis­tungs­schutz­recht vom je­wei­li­gen Tonträgerproduzenten/ Plat­ten­fir­ma bzw. beim Auf­trags­kom­po­nis­ten zu er­wer­ben. Wel­che Plat­ten­fi­ma zu­stän­dig ist, soll­te der Hülle/Verpackung des Ton­trä­gers zu ent­neh­men sein. Soll­ten Sie wei­te­re In­for­ma­tio­nen zur Plat­ten­fir­ma be­nö­ti­gen, wen­den Sie sich bit­te an die LSG Wahr­neh­mung von Leis­tungs­schutz­rech­ten Ges.m.b.H. (Tel: +431 5356035 / Mail: ifpi@ifpi.at).

3) Recht der Ver­viel­fäl­ti­gung und Ver­brei­tung: ist (nur) dann von uns zu er­wer­ben, wenn der Film in Fol­ge auch auf Bild­ton­trä­ger (VHS, DVD, etc.) ver­viel­fäl­tigt und aus­ge­wer­tet wer­den soll (zB Ver­kauf, Gra­tis­wei­ter­ga­be, etc.). Bit­te ver­wen­den Sie dazu un­ser Mel­de­for­mu­lar ‚Pro­duk­ti­ons­mel­dung Mul­ti­me­dia‘.

Auf die Kos­ten sei­tens der Ver­la­ge und Plat­ten­fir­men ha­ben wir kei­nen Ein­fluss.

Ja, denn ob ge­schütz­te Mu­sik in­ner­halb ei­ner Mul­ti­me­dia­pro­duk­ti­on nur im Hin­ter­grund oder vor­der­grün­dig hör­bar ist, macht hin­sicht­lich der dar­an zu er­wer­ben­den Rech­te grund­sätz­lich kei­nen Un­ter­schied. Dies gilt auch, wenn es sich bei der Mu­sik um so­ge­nann­ten „O-Ton“ bei ei­ner Ver­an­stal­tung han­delt.

Da un­se­re Li­zenz­ge­büh­ren grund­sätz­lich im­mer von der Höhe der Stück­zahl ab­hän­gig sind, ist die An­ga­be der An­zahl der Ko­pi­en un­er­läss­lich. Soll­te der Auf­trag­ge­ber vom Pro­du­zen­ten das Recht er­wor­ben ha­ben, selbst die Ko­pi­en an­fer­ti­gen zu las­sen, kann die Mel­dung, wie vie­le Ko­pi­en her­ge­stellt wur­den bzw. der Er­werb der Ver­viel­fäl­ti­gungs­rech­te auch durch den Auf­trag­ge­ber er­fol­gen.

Da un­se­re ver­schie­de­nen Ta­ri­fe an den je­wei­li­gen Ein­satz­zweck der Ko­pi­en an­knüp­fen, ist dies eine ganz we­sent­li­che In­for­ma­ti­on, ohne de­ren Vor­lie­gen wir kei­ne Werk­nut­zungs­be­wil­li­gung er­tei­len kön­nen.

Bei Ar­chiv­mu­sik han­delt es sich um Mu­sik, die spe­zi­ell für die Ver­to­nung von In­dus­trie­fil­men, Fern­seh- und Ki­no­fil­men, Wer­be­spots, etc. pro­du­ziert wird. Die Ar­chiv­mu­sik­ver­la­ge sind Ih­nen bei der Aus­wahl der pas­sen­den Mu­sik be­hilf­lich, für die Ver­wen­dung ei­nes Ar­chiv­mu­sik­stü­ckes ist ein Li­zenz­ver­trag mit dem Ar­chiv­mu­sik­ver­lag ab­zu­schlie­ßen, die­ser um­fasst das Her­stel­lungs- und Leis­tungs­schutz­recht. Die Rech­te der Ver­viel­fäl­ti­gung und Ver­brei­tung sind zu­sätz­lich von der aus­tro me­cha­na zu er­wer­ben.

Un­ter Auf­trags­mu­sik ver­steht man Mu­sik, die spe­zi­ell für eine be­stimm­te Pro­duk­ti­on ge­schaf­fen wur­de. Die­se um­fasst die Kom­po­si­ti­on selbst (Auf­trags­kom­po­si­ti­on), zu­meist aber auch Auf­nah­me der Kom­po­si­ti­on, wenn der Kom­po­nist auch als Pro­du­zent tä­tig ist (also z.B. die Pro­duk­ti­on dem Auf­trag­ge­ber auf CD-R oder DAT zur Ver­fü­gung stellt).

Hier­bei han­delt es sich um ei­nes der meist­ver­brei­te­ten Ge­rüch­te in Ver­bin­dung mit der Ver­wen­dung von Mu­sik. Es exis­tiert- ab­ge­se­hen von Son­der­fäl­len wie z.B. dem Zi­tat­recht – kei­ne ge­setz­li­che Re­ge­lung, die die Ver­wen­dung von kur­zen Mu­sik­aus­schnit­ten von der grund­sätz­li­chen Not­wen­dig­keit, die er­for­der­li­chen Rech­te zu klä­ren, aus­nimmt.