Fra­gen & Ant­wor­ten

Wis­sens­wer­tes zu öf­fent­li­chen Auf­füh­run­gen

Mu­sik, Ver­an­stal­ter und AKM ge­hö­ren zu­sam­men. Wir ha­ben hier Ant­wor­ten zu häu­fig ge­stell­ten Fra­gen be­züg­lich Ver­an­stal­tun­gen und AKM für Sie zu­sam­men ge­stellt. Wei­te­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie in den an­de­ren Un­ter­punk­ten. Soll­ten Sie wei­ter­füh­ren­de spe­zi­fi­sche Fra­gen ha­ben, kön­nen Sie uns auch ger­ne di­rekt kon­tak­tie­ren!

Das Dar­bie­ten ge­schütz­ter Mu­sik und/oder Tex­te au­ßer­halb des pri­va­ten Rah­mens ist laut Ur­he­ber­recht eine „Öf­fent­li­che Auf­füh­rung“.
Da­für braucht der Ver­an­stal­ter eine Auf­füh­rungs­li­zenz, die von der AKM ge­gen Be­zah­lung er­teilt wird.

Un­ter ei­ner Auf­füh­rung ver­steht man nicht nur Live-Dar­bie­tun­gen durch Musiker/Musikgruppen und/oder Vor­tra­gen­de (Le­sun­gen), son­dern auch jede „me­cha­ni­sche“ Wie­der­ga­be von Musik/Texten, wie z.B. das Ab­spie­len von CDs, MP3, MCs, Schall­plat­ten, Ton­bän­der, DVDs, etc. oder den Ein­satz von Ra­di­os und Fern­seh­ap­pa­ra­ten.

Eine Ver­an­stal­tung ist im­mer öf­fent­lich, wenn sie all­ge­mein zu­gäng­lich ist. Aber auch Ver­an­stal­tun­gen mit „ge­schlos­se­nem Teil­neh­mer­kreis“, die au­ßer­halb der „Pri­vat­sphä­re“ statt­fin­den, wie z.B. Ver­an­stal­tun­gen für Ver­eins­mit­glie­der oder Fir­men­fei­ern, gel­ten im Sin­ne des Ur­he­ber­rechts als öf­fent­lich.
Ob die Ver­an­stal­tung in der Öf­fent­lich­keit an­ge­kün­digt wird bzw. wur­de ist un­er­heb­lich. Öf­fent­lich­keit ist z.B. auch über­all dort ge­ge­ben, wo Mu­sik im Rah­men ei­nes ge­werb­li­chen Be­trie­bes mit fluk­tu­ie­ren­dem Pu­bli­kum (Bou­tique, Fi­li­al­be­trieb, Cafe, Re­stau­rant, Fri­seur, etc.) ge­spielt wird.

Ver­ant­wort­lich für den Er­werb der Auf­füh­rungs­li­zenz und die Be­zah­lung ist im­mer der Ver­an­stal­ter. Als Ver­an­stal­ter gilt, wer eine Ver­an­stal­tung ab­hält und den Be­hör­den (Ge­mein­de, Fi­nanz­amt uä) so­wie der Öf­fent­lich­keit ge­gen­über als Ver­an­stal­ter auf­tritt.
Auch je­der Be­trei­ber bzw. In­ha­ber ei­nes Lokals/Unternehmens, der sei­ne Gäs­te bzw. Kun­den mit Mu­sik er­freut (Ca­fes, Gast­häu­ser, Re­stau­rants, Su­per­märk­te, Bou­ti­quen, Kauf­häu­ser, Fri­seu­re, Arzt­pra­xen, Bus­un­ter­neh­men, etc.) ist Ver­an­stal­ter.

Mu­sik und Tex­te sind bis 70 Jah­re nach dem Tod al­ler an der Werk­schaf­fung be­tei­lig­ten Ur­he­ber ge­schützt. Selbst nach Ab­lauf die­ser 70-jäh­ri­gen Schutz­frist kön­nen Mu­sik und Tex­te noch durch Be­ar­bei­tun­gen ge­schützt sein.

Die Fra­ge stellt sich in der Pra­xis meist gar nicht. Bei Un­ter­hal­tungs- und Tanz­ver­an­stal­tun­gen wird prak­tisch nur ge­schütz­te Mu­sik auf­ge­führt; auch Chö­re und Blas­mu­sik­ka­pel­len ver­wen­den haupt­säch­lich ge­schütz­te Mu­sik.
Für die Ver­pflich­tung ei­ner Be­zah­lung kommt es nicht auf die An­zahl der ge­schütz­ten Wer­ke an; wenn un­ter den auf­ge­führ­ten Wer­ken auch nur ei­nes ist, das ge­schützt ist, ist vor­her eine Auf­füh­rungs­li­zenz von der AKM zu er­wer­ben.

Die Fra­ge stellt sich in der Pra­xis meist gar nicht. Bei Un­ter­hal­tungs- und Tanz­ver­an­stal­tun­gen wird prak­tisch nur ge­schütz­te Mu­sik auf­ge­führt; auch Chö­re und Blas­mu­sik­ka­pel­len ver­wen­den haupt­säch­lich ge­schütz­te Mu­sik.
Ist un­ter den auf­ge­führ­ten Wer­ken auch nur ei­nes ge­schützt, ist eine Auf­füh­rungs­li­zenz von der AKM zu er­wer­ben.
Soll­ten wirk­lich alle auf­ge­führ­ten Wer­ke nicht mehr ge­schützt sein, ist na­tür­lich nichts zu zah­len. Um dies über­prü­fen zu kön­nen, über­mit­teln Sie bit­te der je­weils zu­stän­di­gen AKM-Ge­schäfts­stel­le recht­zei­tig, am bes­ten zu­gleich mit der Ver­an­stal­tungs­an­mel­dung, das Mu­sik­pro­gramm (Werk­ti­tel samt Kom­po­nis­ten und ggf. Ar­ran­geu­re, wenn mög­lich auch Mu­sik­ver­la­ge).

Sie als Ver­an­stal­ter müs­sen sich um die An­mel­dung der Ver­an­stal­tung küm­mern.
Dies gilt auch dann, wenn Sie mit den Künst­lern eine Ein­nah­men­be­tei­li­gung aus­ge­macht ha­ben soll­ten. Als Ver­an­stal­ter gilt, wer eine Ver­an­stal­tung ab­hält und den Be­hör­den (Ge­mein­de, Fi­nanz­amt uä) so­wie der Öf­fent­lich­keit ge­gen­über als Ver­an­stal­ter auf­tritt.

Ja. Der fi­nan­zi­el­le Er­folg ent­schei­det nicht dar­über, ob eine Be­zah­lung an die AKM zu leis­ten ist oder nicht. Je­der Ver­an­stal­ter soll­te die AKM-Auf­füh­rungs­li­zenz so selbst­ver­ständ­lich als Aus­ga­be in sei­ne Kal­ku­la­ti­on auf­neh­men wie z.B. Aus­ga­ben für Pla­ka­te und Af­fi­chie­rung, Fly­er, Gra­fik und Druck, Ton- und Licht­tech­nik, Ga­gen der Mu­si­ker, be­hörd­li­che Ab­ga­ben. Auch die Ur­he­ber der Mu­sik ver­die­nen eine Be­zah­lung.

Grund­sätz­lich ja. Die Ent­gelt­pflicht ent­fällt in die­sen Fäl­len (ge­setz­li­che Aus­nah­me­be­stim­mung) nur dann, wenn mit der Ver­an­stal­tung we­der ein un­mit­tel­ba­rer noch ein mit­tel­ba­rer Er­werbs­zweck ver­folgt wird und wenn alle Mit­wir­ken­den kei­ne Be­zah­lung (auch in Form von Auf­ent­halts­ver­gü­tung oder ei­nes Rei­se­kos­ten­zu­schus­ses usw.) er­hal­ten. Ein Er­werbs­zweck ist z.B. schon durch den Ver­kauf von Ge­trän­ken und/oder Spei­sen ge­ge­ben; auch mit „Wer­be­ver­an­stal­tun­gen“ wird ein Er­werbs­zweck ver­folgt.
Die Ver­an­stal­tung ist auf alle Fäl­le an­zu­mel­den. Die AKM prüft dann, ob alle Vor­aus­set­zun­gen für die An­wen­dung der Aus­nah­me­be­stim­mung er­füllt sind.

Wenn der Er­trag aus­schließ­lich wohl­tä­ti­gen Zwe­cken zu­fließt (Ca­ri­tas, SOS-Kin­der­dorf, Nach­bar in Not, u.ä.) und wenn alle Mit­wir­ken­den auf eine Be­zah­lung (auch in Form ei­ner Auf­ent­halts­ver­gü­tung, oder ei­nes Rei­se­kos­ten­zu­schus­ses usw.) ver­zich­ten, ist nichts an die AKM zu zah­len.
Dann gilt die ge­setz­li­che Aus­nah­me­be­stim­mung.
Die Ver­an­stal­tung ist auf alle Fäl­le an­zu­mel­den. Die AKM prüft dann, ob alle Vor­aus­set­zun­gen für die An­wen­dung der Aus­nah­me­be­stim­mung er­füllt sind.

Es gilt das zu Wohl­tä­tig­keits­zwe­cken und Ver­an­stal­tun­gen ohne Er­werbs­zweck Ge­sag­te (s.o.). Ist die Demo ge­spon­sert, wird Wer­bung für Drit­te ge­macht oder wer­den gar Ge­trän­ke oder an­de­res ver­kauft, liegt ein zu­min­dest mit­tel­ba­rer Er­werbs­zweck vor, der von der Li­zenz­pflicht nicht aus­ge­nom­men ist.
Eine De­mons­tra­ti­on ist also nicht des­halb pri­vi­le­giert, weil es sich bei ihr um ei­nen Aus­druck der Mei­nungs- und Ver­samm­lungs­frei­heit han­delt. Das geis­ti­ge Ei­gen­tum ist eben­so als Grund­recht ge­schützt.

Ja. Mit der Be­zah­lung der Mu­si­ker­ga­gen ent­loh­nen Sie nur die aus­füh­ren­den Mu­si­ker für ihre Tä­tig­keit des Mu­si­zie­rens.
Die den Ur­he­bern für die öf­fent­li­che Auf­füh­rung ih­rer Mu­sik zu­ste­hen­den Tan­tie­men sind da­mit nicht ab­ge­gol­ten, selbst wenn der aus­üben­de Mu­si­ker zu­gleich auch die Ur­he­ber al­ler ge­spiel­ten Wer­ke sein soll­ten.

Ja. Die den Ur­he­bern für die öf­fent­li­che Auf­füh­rung ih­rer Mu­sik zu­ste­hen­den Tan­tie­men sind mit dem Kauf der No­ten bzw. des Ton­trä­gers nicht ab­ge­gol­ten.

Ja. Die den Ur­he­bern für die öf­fent­li­che Wie­der­ga­be von Ra­dio- und Fern­seh­sen­dun­gen zu­ste­hen­den Tan­tie­men sind mit der GIS-Ge­bühr (Rund­funk­ge­bühr) nicht ab­ge­gol­ten!
Die öf­fent­li­che Wie­der­ga­be ist laut Ur­he­ber­recht eine öf­fent­li­che Auf­füh­rung. Die Tan­tie­men der Mu­sik-Schaf­fen­den für die öf­fent­li­che Auf­füh­rung wer­den von der AKM ein­ge­ho­ben

Ja. Ob die Mu­si­ker für die Auf­füh­rung No­ten be­nut­zen oder ohne No­ten, also aus­wen­dig spie­len oder im­pro­vi­sie­ren ist ohne Be­lang. Es kommt nur dar­auf an, ob sie ge­schütz­te Mu­sik spie­len oder nicht

Wenn Sie die An­mel­dung voll­stän­dig aus­ge­füllt ha­ben und es kei­ne Rück­fra­gen zur An­mel­dung von Sei­ten der AKM gibt, er­hal­ten Sie in wei­te­rer Fol­ge die Rech­nung für die Auf­füh­rungs­li­zenz von der AKM.

Dann ist die AKM laut Ur­he­ber­rechts­ge­setz be­rech­tigt, den dop­pel­ten Au­to­no­men Ta­rif vor­zu­schrei­ben und all­fäl­li­ge Er­he­bungs- und Kon­troll­spe­sen in Rech­nung zu stel­len. Dies führt zu ei­ner er­heb­li­chen Ver­teue­rung.

Der Li­zenz­ver­trag deckt nur die Mu­sik­dar­bie­tun­gen ab, für die der Ver­trag ab­ge­schlos­sen wur­de. Mel­den Sie der AKM da­her bit­te Än­de­run­gen des Mu­sik­ein­sat­zes, wie z.B. zu­sätz­li­cher Mu­sik­ein­satz in an­de­ren Räum­lich­kei­ten Ih­res Be­trie­bes oder wenn Sie eine an­de­re Mu­sik­quel­le ver­wen­den, also z.B. von Ra­dio auf selbst­be­spiel­te Ton­trä­ger, von CD-Play­er auf PC-Fest­plat­te um­stei­gen.
Wen­den Sie sich bit­te an den zu­stän­di­gen Aus­sen­dienst­mit­ar­bei­ter Ih­rer AKM-Ge­schäfts­stel­le, der Ih­ren Ver­trag ggf. ent­spre­chend an­pas­sen wird. Ein­zel­ver­an­stal­tun­gen, wie z.B. Bäl­le, Live-Kon­zer­te, Le­sun­gen, sind nicht vom Li­zenz­ver­trag um­fasst.
Sie müs­sen ge­son­dert bei der AKM an­ge­mel­det wer­den.

Ja. Für die Mu­sik, die in dem Film vor­kommt (Film­mu­sik), den Sie vor­füh­ren, brau­chen Sie eine Auf­füh­rungs­li­zenz von der AKM.
Ach­tung: Die Auf­füh­rungs­li­zenz der AKM um­fasst nur die Film­mu­sik! Alle an­de­ren Rech­te sind ge­son­dert zu er­wer­ben; wen­den Sie sich an den Fil­m/Vi­deo/DVD-Ver­leih bzw. an den Film­pro­du­zen­ten.

Ja. Auch für Ein­la­gen- und Zwi­schen­akt­mu­sik ist eine Auf­füh­rungs­be­wil­li­gung der AKM er­for­der­lich.
Die Büh­nen­auf­füh­rungs­rech­te für das Sprech­thea­ter­stück, die vom Büh­nen­ver­lag zu er­wer­ben sind, um­fas­sen nicht die Mu­sik­rech­te.

Die AKM bie­tet vie­len ih­rer Li­zenz­kun­den die Mög­lich­keit der elek­tro­ni­schen Rech­nung an. Die E-Rech­nun­gen der AKM sind mit ei­ner si­che­ren di­gi­ta­len Si­gna­tur ver­se­hen. Bei In­ter­es­se brau­chen Sie nur das For­mu­lar on­line aus­fül­len und ab­sen­den oder neh­men Sie Kon­takt mit Ih­rer zu­stän­di­gen AKM-Ge­schäfts­stel­le auf.
Wir ha­ben für Sie Fra­gen & Ant­wor­ten zur E-Rech­nung zu­sam­men­ge­stellt.

Das ist selbst­ver­ständ­lich mög­lich. Bei In­ter­es­se neh­men Sie bit­te Kon­takt mit Ih­rer zu­stän­di­gen AKM-Ge­schäfts­stel­le auf bzw. dru­cken Sie das For­mu­lar Ab­bu­chungs­auf­trag aus.

Der Ver­an­stal­ter­Ver­band ver­tritt als spe­zia­li­sier­te In­ter­es­sen­ver­tre­tung Mu­sik­be­trie­be und Ver­an­stal­ter in Ös­ter­reich, die ur­he­ber­recht­lich ge­schütz­te Wer­ke für die öf­fent­li­che Auf­füh­rung nut­zen, ge­gen­über den Ver­wer­tungs­ge­sell­schaf­ten.
Wei­te­re In­for­ma­tio­nen über den VVAT fin­den Sie un­ter www.vvat.at