Kos­ten

Öf­fent­li­che Aufführung/ Kos­ten

Die Kos­ten für die Auf­füh­rungs­li­zenz sind ta­rif­lich fest­ge­legt (sog. Au­to­no­mer Tarif=Normaltarif). Für Mit­glie­der des Ver­an­stal­ter­ver­ban­des Ös­ter­reich (VVAT) und der WKO gel­ten die Be­din­gun­gen des Ge­samt­ver­tra­ges AKM/VVAT. Für Mit­glie­der von Rah­men­ver­trags­part­nern („Blau­licht­or­ga­ni­sa­tio­nen“, Ös­ter­rei­chi­scher Blas­mu­sik­ver­band u.a.) wer­den die Be­stim­mun­gen in den je­wei­li­gen Rah­men­ver­trä­gen an­ge­wen­det.

Die Kos­ten hän­gen von ver­schie­de­nen Fak­to­ren ab, vor­ran­gig da­von, ob es sich um eine Ein­zel­ver­an­stal­tung oder um Dau­er­ver­an­stal­tun­gen han­delt.

Bei Ein­zel­ver­an­stal­tun­gen sind der be­hörd­lich fest­ge­setz­te Fas­sungs­raum der Ver­an­stal­tungs­ört­lich­keit und der (durch­schnitt­li­che) Ein­tritts­preis die be­stim­men­den Fak­to­ren für die Höhe des Auf­füh­rungs­ent­gel­tes (Fas­sungs­raum­ab­rech­nung).
Un­ter be­stimm­ten Vor­aus­set­zun­gen (1. amt­li­che Ver­gnü­gungs­steu­er-Ab­rech­nung bzw. Lust­bar­keits­ab­ga­be-Ab­rech­nung, und 2. vor­he­ri­ge Mel­dung an die AKM, dass die­se Ab­rech­nungs­art ge­wünscht wird) ist auch eine Ein­nah­men­ab­rech­nung mög­lich.
Bei Ver­an­stal­tun­gen ohne Ein­tritts­preis oder bei Ver­an­stal­tun­gen, de­ren Kos­ten nicht nur durch ei­nen Ein­tritts­preis, son­dern auch in an­de­rer Form, wie z.B. Spon­so­ring, ge­deckt wer­den, wird der nach­ge­wie­se­ne oder ge­schätz­te Auf­wand für Künst­ler- und Mu­sik­erho­no­ra­re bzw. man­gels sol­cher der sons­ti­ge nach­ge­wie­se­ne oder ge­schätz­te Auf­wand als Be­rech­nungs­grund­la­ge her­an­ge­zo­gen. (Auf­wands­ab­rech­nung). Gibt es kei­nen Auf­wand oder ist die­ser ge­ring­fü­gig, wer­den Min­dest­sät­ze in Rech­nung ge­stellt; die­se rich­ten sich nach dem be­hörd­lich fest­ge­setz­ten Fas­sungs­raum der Ver­an­stal­tungs­ört­lich­keit.

Bei Dau­er­ver­an­stal­tun­gen rich­ten sich die Be­rech­nungs­pa­ra­me­ter für die Höhe der Kos­ten nach den spe­zi­el­len Ge­ge­ben­hei­ten der un­ter­schied­li­chen Ver­an­stal­ter­grup­pen (z.B. Gas­tro­no­mie­be­trie­be, Han­dels­be­trie­be) und den ver­schie­de­nen Ar­ten der Mu­sik­nut­zung (Ra­dio, Fern­se­her, CDs, MP3-An­la­ge, Mu­sik­au­to­mat, Live-Mu­sik, etc.). So ist z.B. bei Mu­sik­dar­bie­tun­gen mit­tels Ton­trä­ger oder Ra­dio im Han­del die Qua­drat­me­ter­an­zahl der mu­sik­be­schall­ten Ver­kaufs­flä­che ein we­sent­li­cher Be­rech­nungs­pa­ra­me­ter, in der Gas­tro­no­mie ist die durch­schnitt­li­che mo­nat­li­che Gäs­te­fre­quenz eine we­sent­li­che Be­rech­nungs­grö­ße, bei der Ver­wen­dung von Mu­sik in Te­le­fon­war­te­schlei­fen rich­tet sich der Ta­rif vor al­lem nach der An­zahl der Ne­ben­stel­len der Te­le­fon­an­la­ge.

Hin­weis: Wenn bei ei­ner Auf­füh­rung auch noch an­de­re Rech­te ge­nutzt wer­den, kom­men zum AKM-Be­trag zu­sätz­li­che Be­trä­ge hin­zu, da die AKM auch die Tan­tie­men für an­de­re ös­ter­rei­chi­sche Ver­wer­tungs­ge­sell­schaf­ten (AUME, LIME, LSG; zum Wahr­neh­mungs­be­reich die­ser Ver­wer­tungs­ge­sell­schaf­ten sie­he im Haupt­me­nü­punkt „Ser­vice“) mit­ein­hebt so­wie ggf. auch den Mit­glieds­bei­trag für den VVAT. Der Vor­teil die­ser Vor­gangs­wei­se für den Ver­an­stal­ter: Er braucht sich z.B. bei mu­si­ka­lisch-li­te­ra­ri­schen Ver­an­stal­tun­gen nicht zu­sätz­lich an die LIME wen­den oder bei der Ver­wen­dung von Ton­trä­gern für die Auf­füh­rung nicht zu­sätz­lich an die LSG. Die für die oben­ge­nann­ten Ge­sell­schaf­ten ge­ge­be­nen­falls mit­ein­ge­ho­be­nen Tan­tie­men wer­den von der AKM an die­se zur Ver­tei­lung an de­ren Mit­glie­der (In­ter­pre­ten, li­te­ra­ri­sche Au­to­ren etc.) wei­ter­ge­lei­tet.