Of­fe­ner Brief an EU-Par­la­men­ta­ri­er zur Ab­stim­mung der Ur­he­ber­rechts-Richt­li­nie am 5. Juli 2018

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Of­fe­ner Brief an EU-Par­la­men­ta­ri­er zur Ab­stim­mung der Ur­he­ber­rechts-Richt­li­nie am 5. Juli 2018

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Sa­gen Sie JA zu ei­nem fai­ren Di­gi­tal­markt und ei­nem fai­ren Ur­he­ber­recht – un­ter­stüt­zen Sie in der Ab­stim­mung am 5. Juli das Tri­log-Man­dat von MEP Axel Voss

Sehr geehrte/r Abgeordnete/r,

Die Zu­kunft der Co­py­right-Richt­li­nie und da­mit auch die Zu­kunft der eu­ro­päi­schen und ös­ter­rei­chi­schen Krea­tiv­bran­chen ist in ei­ner ganz ent­schei­den­den Pha­se. Der Aus­schuss JURI hat der Richt­li­nie be­reits zu­ge­stimmt und dem Be­richt­erstat­ter MEP Voss das Man­dat für die Tri­log-Ver­hand­lun­gen ge­ge­ben. Von den Co­py­right-Geg­nern wur­de nun eine Ab­stim­mung über das Ver­hand­lungs­man­dat im Ple­num ver­langt, die am 5. Juli statt­fin­den wird. Un­ser Ap­pell: Neh­men Sie an der Ab­stim­mung teil und stim­men Sie für das Ver­hand­lungs­man­dat von MEP Voss!! Even­tu­ell noch of­fe­ne Fra­gen kön­nen in den Tri­log-Ver­hand­lun­gen un­ter ös­ter­rei­chi­scher Rats­prä­si­dent­schaft ge­klärt wer­den.

Als Ver­tre­ter der ös­ter­rei­chi­schen Film- und Mu­sik­wirt­schaft, der In­ter­pre­ten und der Au­to­ren, Kom­po­nis­ten und Mu­sik­ver­le­ger re­prä­sen­tie­ren wir die In­ter­es­sen von rund 50.000 Krea­tiv­schaf­fen­den und Un­ter­neh­men in Ös­ter­reich und stel­len da­mit ei­nen be­deu­ten­den Kul­tur- und Wirt­schafts­fak­tor in Ös­ter­reich und der EU dar.

Die­sen Krea­tiv­schaf­fen­den ist es ein gro­ßes An­lie­gen, dass ihre Wer­ke ei­ner brei­ten Öf­fent­lich­keit zu­gäng­lich sind, sie da­für aber auch fair be­zahlt wer­den. Da­für brau­chen Sie kla­re Rech­te.

Mit der vor­lie­gen­den Co­py­right-Richt­li­nie wird den Tritt­brett­fah­rern un­ter den gro­ßen On­line-Platt­for­men Ein­halt ge­bo­ten, in­dem sie mit den Rech­te­inha­bern ko­ope­rie­ren und Li­zenz­ver­ein­ba­run­gen ab­schlie­ßen müs­sen. Da­durch ent­fällt auch der Wett­be­werbs­nach­teil je­ner An­bie­ter, die schon bis­her die Nut­zung ge­schütz­ter krea­ti­ver In­hal­te an­ge­mes­sen ver­gü­tet ha­ben.

Das Recht auf freie Mei­nungs­äu­ße­rung ist wohl nir­gends so tief ver­wur­zelt wie bei den Krea­tiv­schaf­fen­den und ist un­trenn­bar mit dem Ur­he­ber­recht ver­bun­den. Nur wenn Ur­he­be­rIn­nen für ihre Wer­ke fair ent­lohnt wer­den, kön­nen sie sich ent­fal­ten und un­ab­hän­gig agie­ren. Die von den Geg­nern des Ur­he­ber­rechts an­ge­pran­ger­te Zen­sur des In­ter­nets wird auch in Zu­kunft nicht statt­fin­den, im Ge­gen­teil. Wir ver­weh­ren uns aus­drück­lich ge­gen die po­le­mi­sche Gleich­set­zung von geis­ti­gem Ei­gen­tum mit Zen­sur!

Der Be­griff Di­gi­ta­li­sie­rung ist der­zeit in al­ler Mun­de und wird uns auch wei­ter­hin be­glei­ten. Wenn auch Sie wol­len, dass Krea­tiv­schaf­fen­de in Zu­kunft von ih­ren Wer­ken le­ben kön­nen, dann sa­gen Sie Ja zur Ur­he­ber­rechts-Richt­li­nie und stel­len Sie da­mit si­cher, dass die Wer­ke von Krea­ti­ven di­gi­tal ver­füg­bar sind UND sie auch fair für ihr Schaf­fen ent­lohnt wer­den.

Mit freund­li­chen Grü­ßen                                         

Dr. Ger­not Gra­nin­ger                                                 Dr. Wer­ner Mül­ler

AKM Au­to­ren, Kom­po­nis­ten, Mu­sik­ver­le­ger                Fach­ver­band der Film- und Mu­sik­wirt­schaft

 

Dr. Franz Med­we­nitsch                                              Mag. Tho­mas Dür­rer

Ver­band der Ös­ter­rei­chi­schen Mu­sik­ver­le­ger               LSG – Ge­sell­schaft der In­ter­pre­ten und Mu­sik­pro­du­zen­ten

 

Wien, am 28.6.2018