Kul­tur-Ka­ta­stro­phen­fonds für Mu­sik­schaf­fen­de

AKM und OES­TIG rich­ten Kul­tur-Ka­ta­stro­phen­fonds für Mu­sik­schaf­fen­de ein

Mu­sik-Ver­wer­tungs­ge­sell­schaf­ten leis­ten schnel­le Hil­fe für Leid­tra­gen­de aus der Co­ro­na­vi­rus-Kri­se

Die ak­tu­el­len und un­be­strit­ten not­wen­di­gen Maß­nah­men zur Ein­däm­mung des Co­ro­na­vi­rus ge­hen mit ver­hee­ren­den Fol­gen für Mu­sik­schaf­fen­de ein­her: ab­ge­sag­te Kon­zer­te füh­ren zu ei­nem Tan­tie­men­ent­gang für In­ter­pre­tIn­nen und Ur­he­be­rIn­nen, Auf­tritts­ho­no­ra­re wer­den nicht aus­be­zahlt, be­reits ge­tä­tig­te In­ves­ti­tio­nen lau­fen ins Lee­re. Die viel­fach pre­kä­re Lage der Mu­sik­schaf­fen­den wird durch die­se Aus­fäl­le wei­ter ver­schärft.

Die Ver­wer­tungs­ge­sell­schaf­ten AKM & aus­tro me­cha­na und die Ös­ter­rei­chi­sche In­ter­pre­ten­ge­sell­schaft ha­ben an­ge­sichts der zu er­war­ten­den Aus­wir­kun­gen der Ein­schrän­kun­gen im Kul­tur­be­trieb be­schlos­sen, ih­ren Mit­glie­dern rasch zu hel­fen und ei­nen Kul­tur-Ka­ta­stro­phen­fonds ein­zu­rich­ten.

Der Kul­tur-Ka­ta­stro­phen­fonds von AKM & aus­tro me­cha­na in der Höhe von EUR 1.000.000 steht aus­schließ­lich Mu­sik-Ur­he­be­rIn­nen zur Ver­fü­gung, die durch si­gni­fi­kan­ten Tan­tie­men- oder Ho­no­rar­aus­fall in fi­nan­zi­el­le Not ge­ra­ten und da­durch exis­ten­ti­el­le Pro­ble­me be­kom­men. Dar­über hin­aus dient er der Li­qui­di­täts­si­che­rung, in­dem Über­brü­ckungs­hil­fen und Dar­le­hen ge­währt wer­den. Die In­ter­pre­ten­ge­sell­schaft OES­TIG wird ihre noch zu be­zif­fern­den Mit­tel eben­falls der Exis­tenz­si­che­rung der In­ter­pre­tIn­nen wid­men.

„Her­aus­for­dern­de Zei­ten brau­chen kon­struk­ti­ve Lö­sun­gen. Mit dem Kul­tur-Ka­ta­stro­phen­fonds wol­len wir rasch und mög­lichst un­bü­ro­kra­tisch je­nen Mu­sik­schaf­fen­den hel­fen, de­ren Exis­tenz­grund­la­ge durch das Co­ro­na­vi­rus ge­fähr­det ist“ er­läu­tert AKM-Prä­si­dent Pe­ter View­e­ger die Be­weg­grün­de.

„Wir brau­chen Mu­si­ke­rin­nen und Mu­si­ker. Wenn die Mu­sik nicht mehr er­klingt, wird deut­lich, was auf dem Spiel steht“, sagt Pe­ter Paul Skre­pek, Prä­si­dent der In­ter­pre­ten­ge­sell­schaft. „Wir leis­ten un­se­ren Bei­trag und ver­trau­en auf Un­ter­stüt­zung durch Bund und Län­der.“

Die Ge­biets­kör­per­schaf­ten sind auf­ge­for­dert, ih­rer Ver­pflich­tung eben­falls nach­zu­kom­men und drin­gend not­wen­di­ge Geld­mit­tel zur Ver­fü­gung zu stel­len, um das Über­le­ben des viel­fäl­ti­gen Mu­sik- und Kul­tur­be­triebs in Ös­ter­reich zu ge­währ­leis­ten.

Der Kul­tur-Ka­ta­stro­phen­fonds für Mu­sik­schaf­fen­de wird aus Mit­teln der so­zia­len und kul­tu­rel­len Ein­rich­tun­gen der Ge­sell­schaf­ten AKM, aus­tro me­cha­na und OES­TIG (LSG-In­ter­pre­ten), un­ter an­de­rem der Spei­cher­me­di­en­ver­gü­tung, ge­speist. Die re­gu­lä­ren Tan­tie­men­aus­zah­lun­gen wer­den da­von nicht be­rührt.

In­for­ma­tio­nen zu den Be­din­gun­gen für die Ein­rei­chung ei­nes An­su­chens auf Un­ter­stüt­zung fin­den Sie hier.