Re­kord­jahr für die AKM und ihre Mit­glie­der

Die Re­kord­sum­me von 106,7 Mio € an Tan­tie­men wird für das Ge­schäfts­jahr 2019 an die be­zugs­be­rech­tig­ten Ur­he­be­rIn­nen aus­ge­schüt­tet. Mit ei­nem Spe­sen­satz von 8,24% zählt die AKM er­neut zu den welt­weit ef­fi­zi­en­tes­ten Ver­wer­tungs­ge­sell­schaf­ten für Mu­sik.

In ih­rem mehr als 120 Jah­re lan­gen Be­stehen hat die AKM noch nie so gute Er­geb­nis­se er­zielt wie im Jahr 2019. Den Li­zenz­ein­nah­men in der Höhe von 116,4 Mio € (+2,9% zum Vor­jahr) ste­hen um 5,8% re­du­zier­te Auf­wän­de (15,2 Mio €) ge­gen­über. Die­se Kos­ten­dis­zi­plin führt zu ei­nem sen­sa­tio­nell nied­ri­gen Spe­sen­ab­zug von nur 8,24% (VJ: 11,35%) und wirkt sich po­si­tiv auf die Aus­schüt­tungs­sum­me aus, die für das Jahr 2019 bei 106,7 Mio € (+4,6% zum Vor­jahr) liegt.

Die Ein­nah­men wer­den zeit­ver­setzt an die 26.000 Mit­glie­der der AKM aus­ge­schüt­tet, die in die­sen Ta­gen die Tan­tie­men für die Nut­zung ih­rer Wer­ke im 2. Halb­jahr 2019 er­hal­ten. Sie pro­fi­tie­ren von der ho­hen Markt­durch­drin­gung im Be­reich der öf­fent­li­chen Auf­füh­rung, die mehr als die Hälf­te der Li­zenz­erlö­se aus­macht. Rund 40 Mio € Li­zenz­ein­nah­men flie­ßen aus den Spar­ten Fern­se­hen, Ra­dio und Ka­bel. Die On­line-Nut­zung ver­zeich­net das stärks­te Wachs­tum mit 15,5%, ist aber in ab­so­lu­ten Zah­len die kleins­te Er­trags­spar­te mit 5,4 Mio €. Dass ös­ter­rei­chi­sche Mu­sik auch ger­ne im Aus­land ge­hört wird, lässt sich an­hand der 13,7 Mio € Li­zenz­erlö­se aus dem Aus­land be­le­gen, die über die Schwes­ter­ge­sell­schaf­ten der AKM ein­ge­ho­ben und ver­teilt wer­den.

Durch­wach­se­ne Aus­sich­ten

„Das Jahr 2019 ist ein Hö­he­punkt in der jahr­zehn­te­lan­gen Er­folgs­ge­schich­te der AKM: nie zu­vor gab es hö­he­re Um­sät­ze und mehr Tan­tie­men für un­se­re Mit­glie­der“ zeigt sich Ge­ne­ral­di­rek­tor Ger­not Gra­nin­ger er­freut über das Er­geb­nis, ver­weist aber gleich­zei­tig auf die durch­wach­se­nen Zu­kunfts­aus­sich­ten: „Die Fol­ge­wir­kun­gen der Co­ro­na­kri­se wer­den auch an der AKM und ih­ren Ur­he­be­rIn­nen nicht vor­über­ge­hen. Au­ßer dem On­line-Be­reich sind alle Er­trags­spar­ten der AKM von ab­ge­sag­ten Ver­an­stal­tun­gen, Be­triebs­schlie­ßun­gen und ein­bre­chen­den Wer­be­ein­nah­men be­trof­fen. Wir müs­sen dar­auf vor­be­rei­tet sein, dass die Er­fol­ge der letz­ten Jah­re vor­erst nicht fort­ge­führt wer­den.“

Stär­kung des Ur­he­ber­rechts

Mit der Ver­ab­schie­dung der Rund­funk- und Ur­he­ber­rechts-Richt­li­ni­en auf eu­ro­päi­scher Ebe­ne wur­den wich­ti­ge Mei­len­stei­ne für die Rech­te der Ur­he­be­rIn­nen ge­setzt, bis Mit­te 2021 wer­den die­se nun in na­tio­na­les Recht um­ge­setzt. Dazu bringt die AKM ihre Ex­per­ti­se, Wün­sche und An­re­gun­gen ein, um die In­ter­es­sen der AKM Mit­glie­der best­mög­lich zu ver­tre­ten und si­cher­zu­stel­len, dass die recht­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen die Ent­wick­lun­gen im Markt ab­bil­den. „Ein zeit­ge­mä­ßes Ur­he­ber­recht ist eine es­sen­ti­el­le Ba­sis für das wirt­schaft­li­che Über­le­ben von Krea­tiv­schaf­fen­den und für den Fort­be­stand der künst­le­ri­schen Viel­falt“ so Gra­nin­ger.

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Jah­res­be­richt 2019