Staat­li­che Un­ter­stüt­zung bis Sep­tem­ber ver­län­gert

Im Zuge der am 15. Juni 2021 von der Bun­des­re­gie­rung kom­mu­ni­zier­ten Ver­län­ge­rung und Ad­ap­tie­rung der Wirt­schafts­hil­fen an­ge­sichts der Co­ro­na-Pan­de­mie wer­den auch die spe­zi­fi­schen Un­ter­stüt­zungs­maß­nah­men für Künst­le­rin­nen und Künst­ler fort­ge­führt.

„Die be­reits er­folg­ten Öff­nun­gen und die Per­spek­ti­ve auf wei­te­re Öff­nun­gen ab Juli ha­ben dem Kunst- und Kul­tur­be­trieb in Ös­ter­reich zwar den er­hoff­ten neu­en Schwung ver­lie­hen, aber es gibt nach wie vor Be­rei­che, in de­nen die Bu­chungs- und Ein­kom­mens­la­ge für Künst­le­rin­nen und Künst­ler her­aus­for­dernd bleibt“, so Kunst- und Kul­tur­staats­se­kre­tä­rin May­er. „Die­sen Men­schen wer­den wir mit ei­ner wei­te­ren Pha­se der Über­brü­ckungs­fi­nan­zie­rung bei der SVS wie schon in den ver­gan­ge­nen Wo­chen und Mo­na­ten schnell und un­bü­ro­kra­tisch hel­fen.“

Kon­kret wird die Über­brü­ckungs­fi­nan­zie­rung für Künst­le­rin­nen und Künst­ler ana­log zum Här­te­fall­fonds der Wirt­schafts­kam­mer wei­ter­ge­führt. Das heißt: Ab Juli kön­nen Künst­le­rin­nen und Künst­ler, die trotz Öff­nun­gen nach wie vor von der Co­ro­na-Kri­se be­trof­fen sind, für das drit­te Quar­tal 2021 ei­nen Be­trag von 600 Euro pro Mo­nat, ins­ge­samt also 1.800 Euro be­an­tra­gen. Rück­wir­ken­de An­trä­ge für die bis­he­ri­gen Be­trach­tungs­zeit­räu­me sind nicht mehr mög­lich.

„Wir wis­sen aus der Bran­che, dass vie­le, vor al­lem jün­ge­re und we­ni­ger be­kann­te Künst­le­rin­nen und Künst­ler mit­un­ter Schwie­rig­kei­ten ha­ben, an Auf­trit­te zu kom­men, weil die Ver­an­stal­ter zu­nächst be­kann­te Ge­sich­ter bu­chen. Wir wis­sen auch, dass Pro­duk­tio­nen in der frei­en Sze­ne der­zeit we­ni­ger oft ge­spielt wer­den kön­nen, weil es auf­grund der vie­len wäh­rend des Lock­downs vor­be­rei­te­ten Stü­cke zu ei­ner Art „Pre­mie­ren­stau“ kommt. Und wir wis­sen, dass vie­le Künst­le­rin­nen und Künst­ler dar­un­ter lei­den, dass ih­nen ge­ra­de jetzt, am Ende der Pan­de­mie, die Ein­nah­men aus Tan­tie­men feh­len, weil sie lan­ge nicht auf­tre­ten konn­ten und die Tan­tie­men zeit­ver­setzt aus­ge­zahlt wer­den“, so Staats­se­kre­tä­rin May­er zu den ak­tu­el­len Pro­blem­la­gen. „All die­sen Um­stän­den wol­len wir mit die­ser Ver­län­ge­rung Rech­nung tra­gen.

Wie bis­her steht die Über­brü­ckungs­fi­nan­zie­rung für Künst­le­rin­nen und Künst­ler auch wei­ter­hin al­len Per­so­nen of­fen, die Kunst und Kul­tur schaf­fen, ver­mit­teln oder leh­ren, und die bei der SVS ver­si­chert sind. Teil der An­trag­stel­lung ist eine ei­des­staat­li­che Er­klä­rung, dass man sich auf­grund der Pan­de­mie in ei­ner wirt­schaft­li­chen Not­la­ge be­fin­det.

Für alle Künst­le­rin­nen und Künst­ler, die we­der bei der Über­brü­ckungs­fi­nan­zie­rung noch beim Här­te­fall­fonds der Wirt­schafts­kam­mer an­trags­be­rech­tigt sind, steht nach wie vor der Co­vid-19-Fonds des Künst­ler­so­zi­al­ver­si­che­rungs­fonds zur Ver­fü­gung. Auch hier ist eine wei­te­re Aus­zah­lung für das drit­te Quar­tal 2021 in Vor­be­rei­tung.