Login Formular

Suche

AKM nimmt Stellung zu Falschaussagen der Tageszeitung “Der Standard”

Lesedauer: 5 Minuten

Artikel teilen!

AKM Stellungnahme

Die AKM nimmt Bezug auf den Artikel der Tageszeitung “Der Stan­dard” vom 16. Feb­ru­ar 2026 („Wach­sender Miss­mut bei Musik­ern über Tantiemen-Berech­nung der AKM“) und stellt darin enthal­tene unzutr­e­f­fende und irreführende Darstel­lun­gen richtig.

Alle DJ-Ver­anstal­tun­gen wer­den abgerechnet

Alle Ver­anstal­tun­gen mit DJ-Musik wer­den von der AKM abgerech­net. Für DJ-Auftritte in Clubs und Diskotheken beste­ht eine eigene Abrech­nungss­parte, in der eine repräsen­ta­tive Sam­ple-Meth­ode zur Anwen­dung kommt.

Diese Meth­ode basiert auf ein­er jährlich neu durchge­führten, wis­senschaftlich fundierten Auswahl von Diskotheken mit beste­hen­den Lizen­zverträ­gen. Die Auswahl erfol­gt durch ein unab­hängiges Mei­n­ungs­forschungsin­sti­tut nach sta­tis­tis­chen Kriterien.

Die Sam­ple-Meth­ode ist branchenüblich und wird von der über­wiegen­den Mehrheit der Ver­w­er­tungs­ge­sellschaften inter­na­tion­al angewen­det. Sie ist ein sta­tis­tisch anerkan­ntes Instru­ment, um Mark­tre­al­itäten abzu­bilden und zugle­ich eine wirtschaftlich vertret­bare Abwick­lung sicherzustellen.

Ober­stes Ziel der AKM ist es, Tantiemen unter fairen, trans­par­enten und nachvol­lziehbaren Rah­menbe­din­gun­gen möglichst gerecht an Urheber:innen weltweit zu verteilen.

Sämtliche Abrech­nungsmod­elle – ein­schließlich der Club- und Diskothekenabrech­nung – wer­den laufend über­prüft und an neue Mark­tre­al­itäten sowie tech­nis­che Entwick­lun­gen angepasst. Speziell im Bere­ich Club- und Diskothekenabrech­nung arbeit­et die AKM aktuell an konkreten Möglichkeit­en, welche ohne Tantiemenein­bußen zu noch genaueren Auss­chüt­tun­gen an die Urheber:innen führen sollen.

Keine Bevorzu­gung bei Tantiemenverteilung

Der Vor­wurf, eine „kom­merzielle Elite [der Urheber:innen]“ würde bei der AKM über­pro­por­tion­al prof­i­tieren, ist falsch. Im Abrech­nungs- und Verteilungsmod­ell der AKM gibt es kein­er­lei Bevorzu­gung einzel­ner Grup­pen von Urheber:innen.

Eben­so falsch ist die Behaup­tung, „der Rest der Musikschaf­fend­en müsse sich mit ger­ingfügi­gen Auss­chüt­tun­gen zufriedengeben oder gehe leer aus“. Alle AKM-Bezugs­berechtigten wer­den gle­ich behandelt.

Die AKM zählt mit ein­er Abrech­nungs­ge­nauigkeit von 99,98 % inter­na­tion­al zu den Ver­w­er­tungs­ge­sellschaften mit der höch­sten Präzi­sion. Jede Ver­anstal­tung mit Live-Musik und einem vor­liegen­den Pro­gramm wird werk­ge­nau abgerech­net – ein Stan­dard, der im inter­na­tionalen Ver­gle­ich keineswegs selb­stver­ständlich ist.

Gezielte Tech­nolo­gieen­twick­lung für den Live-Bereich

Die Behaup­tung, die AKM sei an ein­er „in Öster­re­ich entwick­el­ten und inter­na­tion­al erfol­gre­ich einge­set­zten Tech­nolo­gie“ für Musik­erken­nung nicht inter­essiert gewe­sen, ist unzutr­e­f­fend. Das der AKM vorgestellte Pro­dukt der Fir­ma Medi­aT­est Research GmbH bezog sich auf die Musik­erken­nung im Radio- und TV-Bere­ich und nicht auf den gegen­ständlichen, wesentlich kom­plex­eren Live-Bere­ich. Die dama­lige Evaluierung im Ver­gle­ich zu unseren beste­hen­den Sys­te­men ergab wed­er einen wirtschaftlichen Vorteil noch eine Verbesserung der Abrech­nungs­ge­nauigkeit für unsere Mit­glieder und wurde daher nicht weiterverfolgt.

Die Ver­mis­chung dieses Vor­gangs mit der Zusam­me­nar­beit der AKM mit dem Schweiz­er Start-up nowon ist irreführend. Bei der Pro­duk­ten­twick­lung mit nowon han­delt es sich um ein völ­lig anderes Anwen­dungs­feld: die Musik­erken­nung im Live-Seg­ment. Für diesen Bere­ich existiert derzeit kein mark­treifes Pro­dukt, das die Anforderun­gen ein­er abrech­nungsrel­e­van­ten Nutzungser­fas­sung erfüllt und unmit­tel­bar von ein­er Ver­w­er­tungs­ge­sellschaft einge­set­zt wer­den kann.

Vor diesem Hin­ter­grund hat sich die AKM nach sorgfältiger strate­gis­ch­er Prü­fung für eine Zusam­me­nar­beit mit nowon entsch­ieden, um gemein­sam branchen­spez­i­fis­che Lösun­gen zu entwick­eln. Ziel ist es, Tech­nolo­gien zu schaf­fen, die den realen Anforderun­gen von Ver­w­er­tungs­ge­sellschaften entsprechen und eine werk­ge­naue, automa­tisierte Nutzungser­fas­sung im Live-Bere­ich ermöglichen.

Weit­ere Infor­ma­tio­nen zu diesem Thema.

Zeit­gemäßes Kundenbetreuungssystem

Die Behaup­tung, das Kun­den­be­treu­ungssys­tem der AKM habe sich seit der Umstel­lung 2024 „keineswegs verbessert“, ist unzutr­e­f­fend. Die AKM ver­fügt über ein mod­ernes, zeit­gemäßes Kundenbetreuungssystem.

Die Umstel­lung von ein­er regionalen auf eine funk­tionale Organ­i­sa­tion dient ein­er effizien­teren und fach­lich spezial­isierten Betreu­ung unter­schiedlich­er Kun­denseg­mente. In jenen Bere­ichen, in denen es notwendig und sin­nvoll ist, beste­hen weit­er­hin regionale Ansprech­per­so­n­en in den Bundesländern.

Rund 58.000 Kund:innen im Einzelver­anstal­tungs­bere­ich sowie etwa 75.000 Kund:innen im Dauerver­anstal­tungs­bere­ich wer­den vom zen­tralen Team der AKM-Kun­den­be­treu­ung pro­fes­sionell betreut. Der AKM-Kun­den­di­enst ist jed­erzeit per E‑Mail und Tele­fon erre­ich­bar. Per­sön­liche, direk­te und lösung­sori­en­tierte Kom­mu­nika­tion bleibt ein zen­traler Anspruch der AKM.

Ste­fanie Geier 

Unternehmens-Kom­mu­nika­tion

Artikel teilen!

Inhaltsverzeichnis